Wirkt Cannabidiol gegen Schlafstörungen? Das sagt die Wissenschaft über Medizinalhanf

Schlafstörungen beeinträchtigen heute den Alltag von immer mehr Menschen. Spätestens wenn Schlafstörungen chronisch werden, sinkt die Lebensqualität ganz erheblich. Dem Körper wird dadurch die Möglichkeit zur Regeneration genommen. Das wirkt sich auf die Psyche aus und kann auch körperliche Krankheitserscheinungen nach sich ziehen. Um nachts wieder schlafen zu können, greifen Menschen zu verschiedenen Mitteln. Zu starken Medikamenten möchte aber nicht jeder gleich greifen. Manche dieser Schlaftabletten haben Nebenwirkungen oder können sogar abhängig machen.

Eine natürliche Alternative besteht in der Nutzung von Cannabidiol (CBD). Das Medizinalhanf soll gegen Schlafstörungen wirken. Im Gegensatz zum Betäubungsmittel THC hat es keine berauschende Wirkung. Aber was sagen Studien über seine Wirkung? Wie erfolgreich ist CBD bei der Bekämpfung von Schlafstörungen und was bewirkt es dabei genau?

Schlafen mit CBD

Schlafstörungen sind weit verbreitet – immer mehr Menschen leiden darunter

Wer nachts nicht einschlafen kann, kommt sich oft ziemlich alleine vor. Dabei steht er oder sie mit diesem Problem keineswegs alleine da. Immer mehr Menschen leiden heute daran. Schätzungen zu Folge beklagt heute jeder dritte unregelmäßige Einschlafstörungen. Bei jedem zehnten Erwachsenen wachsen sich diese zu einer chronischen Störung aus. Spätestens dann lässt sich das Problem mit dem sprichwörtlichen Zählen von Schafen nicht mehr in den Griff bekommen. Um besser einschlafen zu können, müssen die Ursachen der Schlafstörung beseitigt werden. Dabei kann es sich um verschiedene Dinge handeln. Stress im Alltag kann einen nachts wach halten. Aber auch ein Mangel an Bewegung oder falsche Ernährung können den Schlaf beeinträchtigen. Schließlich kann sich eine schlechte Matratze, Licht oder Lärm negativ auf den Schlaf auswirken. Wenn einer dieser Faktoren als Störfaktor identifiziert werden kann, lässt sich dieser aus der Welt räumen. In den meisten Fällen können die Ursachen jedoch nicht so schnell erkannt werden oder es gibt verschiedene, die zusammenwirken. Spätestens wenn sich das Problem häuft, ist Hilfe notwendig.

Das wünschen sich Patienten von einem Mittel gegen Schlafstörungen

Die meisten Menschen wünschen sich dann ein Medikament, dass auf der einen Seite die Ursachen der Störung bekämpft und schnell für einen guten Schlaf sorgt. Auf der anderen Seite soll das Mittel nicht abhängig machen. Einer der Stoffe, über den in diesem Zusammenhang immer wieder öffentlich diskutiert wurde, ist das Medizinalhanf Cannabidiol. Das Produkt stammt von der weiblichen Hanfplanze und lässt sich beispielsweise ganz einfach in der Form von Öl einnehmen. Es ist kein chemisch hergestelltes Medikament, sondern ein natürliches Produkt. Anders als THC wirkt dieser Stoff nicht berauschend, macht also nicht abhängig. Die medizinische Forschung über das Mittel steckt derzeit noch in den Kinderschuhen. Einige wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit des Stoffs gibt es aber bereits.

Diese Vorteile verspricht Cannabidiol:

  • Es bietet ein natürliches Heilmittel, keine chemische Keule
  • CBD hat im Gegensatz zu THC keine berauschende Wirkung
  • Das Hanföl macht Menschen auch nicht abhängig
  • Über seine Wirkung sind zuletzt einige Studien erschienen

Cannabis hat Tradition als Schlafmittel – das wirft Forschungsfragen auf

Die medizinische Entdeckung von Cannabis als Mittel zur Schlafförderung ist keineswegs neu. Bereits im 19. Jahrhundert war ein Schlafmittel mit dem Namen Bromidia in den USA weit verbreitet. Zu dessen Herstellung wurden Extrakte der Cannabispflanze und des Bilsenkrauts mit Chloralhydrat und Kaliumbromid vermischt. Ähnliche Produkte gab es nicht nur in Nordamerika. Auch in Europa wurden diese hergestellt und verwendet. In der praktischen Erfahrung stellte sich heraus, dass vor allem Produkte mit einem hohen Anteil an CBD eine schlaffördernde Wirkung haben können. Das CBD wirkt dabei in verschiedener Hinsicht. Es hat eine hemmende Wirkung, die verschiedene Störfaktoren abdämmt oder blockiert, die eine innere Unruhe erzeugen. Außerdem wirkt es bei manchen Menschen entkrampfend und scheint teilweise auch Schmerzen zu senken. Wie ein Bericht der World Health Organisation (WHO) dem CBD unter anderem attestiert, kann es auch Angstzustände lösen und wirkt antipsychotisch. Damit wäre das Wirkungsspektrum abgesteckt, das dem Mittel heute nicht mehr nur von Herstellern zugeschrieben wird. Das Interesse an Hanfprodukten in der medizinischen Forschung ist zuletzt gewachsen. Die Forscher möchten wissen, ob es sich tatsächlich um ein natürliches Wundermittel gegen Schlafstörungen handelt, wie dies manche Menschen meinen. Entsprechend haben sich auch einige Studien der Wirkung von CBD auf den Schlaf gewidmet. Dabei gibt es viele Forschungsfragen. So muss geklärt werden, wie der Stoff auf den Körper wirkt und inwiefern das einen guten Schlaf begünstigen kann. Da es sehr viele Arten von Schlafstörungen gibt, muss zudem geklärt werden, ob die Einnahme von CBD nur bei bestimmten Arten von Schlafstörungen hilft oder in jedem Fall nützlich ist.

Diese Wirkung konnten medizinische Feldstudien bislang belegen

In einer Studie mit Mäusen konnten durch CBD Rezeptoren im Gehirn angesprochen werden, die eine positive Wirkung auf den Schlaf hatten. Die Studie zeigte, dass sich eine gesteigerte Schlafstabilität ergab. Das ist von großer Bedeutung. Im Schlaf erleben Menschen verschiedene Schlafphasen. Tiefschlafphasen sind für einen erholsamen Schlaf besonders wichtig. Durch mehr Schlafstabilität können Lebewesen diese besser erreichen und gut ausnutzen. Ein erholsamerer Schlaf ist die Folge. In einem anderen Studie wurde herausgefunden, dass CBD den Schlafzyklus von Ratten positiv beeinflusst. Die tägliche Gesamtschlafzeit erhöhte sich nach Einnahme des Mittels signifikant. Zudem gibt es eine Studie mit Schmerzpatienten, deren Schlafgewohnheiten durch CBD sich ebenfalls verbesserten. Auf der medizinischen Ebene konnten damit eine Reihe der versprochenen Wirkungsweisen des Mittels bestätigt werden. Weitere Forschung ist notwendig. Aber bereits aus den Ergebnissen der vorliegenden Studien lassen sich wichtige Rückschlüsse über die Wirkungsweise von CBD als Schlafmittel ziehen.

Die Reduktion von Ängsten scheint eine Stärke von CBD zu sein!

Wie wirkt das CBD im Gehirn nun genau? Auch dazu hat man in der Medizin geforscht. Im Gegensatz zum natürlichen Hormon Melatonin führt CBD nicht dazu, dass Menschen unmittelbar müde werden. Aber es schafft die Voraussetzungen dafür, dass müde Menschen auch wirklich schlafen können. Dies ermöglicht das Mittel dadurch, dass es Barrieren aus dem Weg räumt, die uns daran hindern können, sanft in den Schlaf zu fallen. Wie gezeigt werden konnte, kann CBD eine antipsychotische Wirkung entfalten. Vor allem aber scheint es Ängste abzubauen und den Körper zu entkrampfen. In dieser Wirkung scheint ein wichtiger Schlüssel bei der Förderung von Schlaf zu liegen. Zwar leidet nicht jeder Mensch, der nicht schlafen kann, an Angstzuständen. Doch ein gängiger Effekt von Schlafstörungen, ist dass sich diese selbst verstärken: Wenn die Betroffenen einmal nicht einschlafen können, versuchen sie immer stärker in eine Schlafphase zu kommen. In aller Regel führt dies zum genauen Gegenteil. Dadurch wiederum steigt die Angst, gar keinen Schlaf mehr zu bekommen. Die Wirkung des CBD setzt sorgt in dieser Zwickmühle also für Abhilfe. Sie scheint die Menschen innerlich zu entkrampfen und baut Ängste ab. Mit dieser Wirkung kann das Mittel bei verschiedenen Arten von Schlafstörungen eine wichtige Hilfe leisten. Und doch macht es nicht süchtig. Es schafft die Voraussetzungen dafür, dass der Körper seinen eigenen Stoff nutzen kann, um die Müdigkeit einzuleiten.

Auch das Schmerzempfinden lässt sich mit CBD teilweise abdämpfen

Ein weiteres wichtiges Ergebnis bisheriger Studien ist die Wirkung von CBD auf die körpereigenen Schmerzrezeptoren. In diesem Fall liegen ausführliche Ergebnisse vor. Sowohl bei chronischen Schmerzpatienten wie auch bei Menschen mit vorrübergehenden Schmerzerscheinungen bestätigte sich eine Wirkung des Medizinalhanfs. Das Produkt kann dazu führen, dass die Schmerzen abgemildert werden. Der Kopf konzentriert sich dann nicht mehr so stark auf das Schmerzgefühl und öffnet sich für die Müdigkeit. Damit wird eine weitere mögliche Ursache von Schlafproblemen behandelt. Manche Menschen können aufgrund von Kopfschmerzen nicht einschlafen oder stören sich an einem leichten Schmerzgefühl, das der Körper in einem ruhigen Raum immer deutlicher wahrnimmt. Mit der Einnahme von CBD kann dieses Problem auf milde Weise behandelt werden. Anders als starke Tabletten handelt es sich beispielsweise bei Hanföl um ein natürliches Produkt. Das mag gerade bei Patienten mit Bewusstsein für einen gesunden Lebenswandel auf eine positive Resonanz stoßen.

Durch die Stärkung der Tiefschlafphasen wird ein erholsamer Schlaf erzielt

Anders als dies beispielsweise ein starkes Schlafmedikament tut, versetzt das CBD den Menschen nicht direkt in eine Schlafphase, sondern räumt nur Hindernisse auf dem Weg dorthin zur Seite. Das Mittel stabilisiert dann jedoch die Tiefschlafphasen. Genau darin scheint eine große Stärke von CBD zu liegen. Es sorgt dafür, dass wir möglichst viel von genau der Art von Schlaf bekommen, in der wir uns am besten erholen können. Gerade für Menschen, die nur kurze Tiefschlafphasen haben oder in unregelmäßigen Abständen aus diesen Phasen aufwachen, ist diese Wirkung von Vorteil. Mit dieser Wirkungsweise scheint das CBD die Erholungsqualität des nächtlichen Schlafs steigern zu können. Das ist genau das, was sich die meisten Verbraucher von einem guten Schlafmittel erhoffen. Und abhängig macht das CBD dabei keineswegs. Die vielleicht wichtigsten Ansprüche, die man an ein gutes Schlafmittel haben kann, erfüllt CBD damit. Da es sich um ein sanftes und natürliches Mittel handelt, sollte man sich jedoch keine großen Wunder davon erhoffen. Es kommt auf die regelmäßige Einnahme des Präparats ebenso an wie auf die allmähliche Umstellung der eigenen Lebensweise. Mit dieser lassen sich Schlafstörungen oft am besten aus der Welt räumen.